Luftführung im Laboratorium

Die Anforderungen an Luftführungssysteme im Labor sind besonders hoch. Um eine Belastung durch Schadstoffe zu vermeiden, müssen in kurzer Zeit große Luftmengen ausgetauscht werden: Die Norm liegt gem. DIN 1946-7 bei einem 8-fachen Luftwechsel pro Stunde. Aufgrund der durch Laborgeräte verursachten Wärmelasten ist zudem häufig im Sommer wie auch im Winter eine Kühlung der Räume notwendig. Gleichzeitig gilt es, große Luftströme und Temperaturunterschiede zu vermeiden, um einen angemessenen Komfort für Beschäftigte zu gewährleisten. Um alle Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen, ist eine intelligente Luftführung, welche sich an die spezifischen Gegebenheiten Ihres Labors anpasst, unerlässlich.

Für ein maßgeschneidertes Luftführungskonzept sind mehrere Aspekte ausschlaggebend:

  • Die Position und Beschaffenheit des Mobiliars im Labor beeinflussen die Luftströme und sollten bei der Planung der Luftführung unbedingt beachtet werden. Durch die individuelle Anordnung der Luftdurchlässe im Raum kann die Luftführung an die spezifischen Gegebenheiten des Labors angepasst werden.

  • Die aus dem Labor abzuführende Wärmemenge, die Raumkühllast, variiert je nach Einsatz und Menge der verwendeten Laborgeräte. Aus der Schadstoffbelastung des Labors ergibt sich die individuell notwendige Luftwechselrate, also die Häufigkeit, in der die Laborluft pro Stunde ausgetauscht werden muss.

  • Für die thermische Behaglichkeit im Labor muss die Temperaturdifferenz entweder über die Luft oder über Wasser abgetragen werden.

  • Die Vermeidung von Zugluft ist ein wichtiges Kriterium, um größtmöglichen Komfort im Labor zu erreichen. Technische Störungen durch unsachgemäße Luftzüge werden so verhindert.

  • Trotz der hohen Luftwechselrate im Labor sollte die Lufteinbringung und -absaugung möglichst geräuscharm erfolgen.


[CTA: Erfahren Sie mehr zu Normen und Sicherheitsstandards im Labor]

MASSGESCHNEIDERTE LUFTDURCHLÄSSE FÜR UNTERSCHIEDLICHE LUFTSTRÖMUNGSKONZEPTE

Für die Luftführung im Labor stehen verschiedene Luftströmungskonzepte zur Verfügung, etwa die Misch-, Verdrängungs- und die Quelllüftung.

Bei der Mischlüftung wird die Zuluft über hochinduktive Durchlässe in den Raum eingebracht. Dabei entstehen turbulente Luftströmungen, so dass sich die eingebrachte Luft mit der Raumluft vermischt.

Verdrängungslüftung beschreibt die turbulenzarme Zulufteinfuhr über laminare Durchlässe. Die Zuluft verfügt in diesem Fall nur über geringe Geschwindigkeit und verdrängt die belastete Raumluft, statt sich mit ihr zu mischen. Eine Sonderform der Verdrängungslüftung ist die Quelllüftung, bei der die kühlere Zuluft in den Raum eingebracht wird und der Luftaustausch durch thermischen Auftrieb erfolgt.

LUFTSTRÖMUNGSKONZEPTE IM LABOR

TURBULENTE VERDÜNNUNGSSTRÖMUNG (VDS)

Bei der turbulenten Mischlüftung lässt sich die Laborluft gut durch die Platzierung der maßgeschneiderte Zuluftdurchlässe steuern.

Durch die Einfuhr von Zuluft entsteht eine diffuse Luftströmung, durch die sich Raum- und Zuluft vermischen.

So werden Temperaturunterschiede ausgeglichen und die thermische Behaglichkeit gewährleistet. Gleichzeitig wird durch den Luftaustausch die für das Labor vorgesehene Luftwechselrate sichergestellt. 

GERICHTETE TURBULENZARME VERDRÄNGUNGSSTRÖMUNG (PCD)

Die procondive Lufteinführung ist besonders für Labore geeignet. Bei ruhigem und turbulenzarmem Charakter der Luftbewegung können zugleich große Volumenströme mit mittleren Temperaturdifferenzen eingebracht werden. 

Durch die 30°-Neigung der Strahlenführung bei den PROCONDIF Luftdurchlässen wird der Coanda Effekt verhindert - es entsteht eine glockenförmige Luftführung im Raum, ohne die einströmende Luft zu verwirbeln. 

So wird eine planmäßige Durchlüftung der Laborräume gewährleistet und eine ungewollte Induktion von Luft aus dem Laborabzug in den Raum vermieden.

TURBULANZARME VERDRÄNGUNGSSTRÖMUNG (TAV) 

Turbulenzarme Verdrängungsströmung (TAV) zeichnet sich durch ein gleichförmiges Geschwindigkeitsprofil und nahezu parallele Strömungslinien aus. 

Dabei wird die Luftgeschwindigkeit schnell abgebaut und so eine nahezu Turbulenz freier Luftschleier mit niedrigen Geschwindigkeiten erzeugt.

Turbulenzarme Verdrängungströmung wird dort eingesetzt, wo Prozesse besonders sensibel sind, wie z.B. bei Hochpräzisionswaagen.

DIE WAHL DER RICHTIGEN LUFTDURCHLÄSSE

Die Luftdurchlässe und ihre Platzierung im Labor sind die wichtigsten Komponenten des Raumluftsystems, um den Komfort sowie gleichzeitig die Einhaltung aller Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Für die Wahl der passenden Elemente sind die spezifischen Gegebenheiten des Labors ausschlaggebend. 

WIR BERATEN SIE GERNE! 

VDW

Leise arbeitende Dralldurchlässe dank optimierter Luftführung. VDW Deckendralldurchlässe für hohe Luftwechsel. Zuluft- und Abluftdurchlass für Komfortbereiche

VDW

Leise arbeitende Dralldurchlässe dank optimierter Luftführung. VDW Deckendralldurchlässe für hohe Luftwechsel. Zuluft- und Abluftdurchlass für Komfortbereiche
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TDF-SilentAIR

Mit sehr niedriger Schallleistung für Komfortbereiche, mit feststehenden Lamellen

TDF-SilentAIR

Mit sehr niedriger Schallleistung für Komfortbereiche, mit feststehenden Lamellen
TDF-SilentAIR

Hesco Serie PCD

Die Ausblas-Profilierung führt zu einer raschen Ausbreitung des Luftstrahles. Die Decke wird nicht von der Zuluftströmung bestrichen. Anders als bei Mischlüftung wird nur begrenzt Umgebungsluft induziert

Hesco Serie PCD

Die Ausblas-Profilierung führt zu einer raschen Ausbreitung des Luftstrahles. Die Decke wird nicht von der Zuluftströmung bestrichen. Anders als bei Mischlüftung wird nur begrenzt Umgebungsluft induziert
Hesco Serie PCD

BERATUNG & PROJEKTIERUNG

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Patric Unterdorfer
Global Key Client Manager Pharma & Food

Telefon: +49 (0) 2845 202 1128

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